Seehundsterben an Schleswig-Holsteins Küste

Von , 15. Oktober 2014 13:16

Das Sterben vieler Seehunde an den Küsten von Schleswig Holstein wurde bereits Anfang Oktober festgestellt. Mittlerweile sind laut Angaben des Nationalparkamtes Husum um die 180 Seehunde verendet. Der Grund ist noch nicht bekannt. Mediziner der Tierärztlichen Hochschule Hannover wollen dem Rätsel nun auf die Spur kommen und untersuchen derzeit die verendeten Tiere. Derzeit heißt es, dass die Seehunde unter einer Lungenkrankheit litten. Doch diese Krankheiten sind nichts Besonderes bei Seehunden und erklären die vielen toten Tiere nicht.

 
Bei der Krankheit könnte es sich um Seehundstaupe handeln. Dies wäre nicht das erste Massensterben aufgrund von Staupe. Seehunde haben keine Antikörper gegen Staupe. Bereits 1988 starben 18.000 Seehunde und 2002 sogar 21.700 Seehunde in der Nord- und Ostsee aufgrund von Staupe. Genauso gut wäre aber ein Grippevirus denkbar, denn seit einigen Wochen werden ebenfalls in Schweden und Dänemark tote Seehunde angespült, die vom Grippevirus geschwächt waren und an der Infektion gestorben sind.

 
Aufpassen sollten allerdings Spaziergänger. Ebenfalls sollten Hunde keinen direkten Kontakt zu den toten Tieren haben. Wer einen verendeten Seehund am Ostseestrand findet, sollte Abstand halten und den nächsten Nationalpark alarmieren. Die Kontaktdaten zum Nationalpark Wattenmeer finden Sie hier.

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