Start für Modellprojekt UsedomRad

Von , 14. Juni 2011 10:35

Rudolph: Radtourismus ist einer der strategischen Hauptmärkte bei der touristischen Entwicklung im Land

Auf der Insel Usedom können Urlauber und Gäste ein innovatives Verleihsystem für Räder nutzen. „53 Verleihstationen auf der gesamten Insel und dem angrenzenden Festland bieten 500 gelb-grün leuchtende Räder für Erwachsene und Kinder an, die an allen Stationen wieder zurückgegeben werden können“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph am Dienstag bei der offiziellen Eröffnung in Koserow auf Usedom. „Der Radtourismus ist einer der strategischen Hauptmärkte bei der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Innovationen wie das Modellprojekt „UsedomRad“ sind dabei richtungweisend.“

Als eine von acht Modellregionen hatte sich die Insel Usedom (Landkreis Ostvorpommern) beim Wettbewerb „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ des Bundesverkehrsministeriums 2009 durchgesetzt. „Usedom bietet auf 150 km Radwegen durch den Naturpark Insel Usedom echtes Radelvergnügen. Mit „UsedomRad“ wird die Erkundung der Insel auf zwei Rädern noch einfacher, flexibler und komfortabler“, sagte Rudolph.

Die Verleihstationen sind auf der gesamten Insel sowie in Wolgast, Lassan, Züssow und Anklam auf dem Festland zu finden. Über eine Reservierungshotline können die Räder bestellt und 24 Stunden am Tag abgeholt und zurückgegeben werden. Auch Elektro-Räder sind bei den Partnern erhältlich. Für die Sicherheit sorgt ein kostenfreier Pannenservice sowie eine tägliche Wartung der Räder.

„Die Verleihstationen arbeiten dabei im Verbund mit Bus und Bahn“, sagte Rudolph. Nach der Abgabe der Räder kann der Ausflug mit dem Bus oder der Bahn fortgesetzt werden. Das Kombiticket bietet bequemes Umsteigen in Bus und Bahn, der Transport der Räder entfällt.

Das Modellvorhaben zur Integration eines Fahrradverleihsystems in den öffentlichen Personennahverkehr läuft bis 2012. Der Landkreis Ostvorpommern setzt das Projekt mit Gemeinden, Fahrradverleihern, Tourismusverband/UTG mbH, UBB, Busunternehmen, Hotels und der finanziellen Unterstützung des Bundes um.

„Damit wird Einwohnern, Urlaubern und Gästen eine Alternative zur Nutzung des eigenen PKW geboten“, sagte Rudolph. „Das System soll schrittweise ausgebaut werden. Es trägt dazu bei, den motorisierten Individualverkehr zu begrenzen.“

„Voraussetzung für radtouristische Angebote wie die Verbindung zwischen Radfahren und Genuss, Radreisen mit Spezialrädern und Elektromobilität ist dabei ein gut ausgebautes und gepflegtes Radwegenetz“, sagte Rudolph. Das Wirtschaftsministerium hat seit 2007 den Bau von 44 Radwegen mit einem Gesamtzuschuss von mehr als elf Millionen Euro gefördert. So konnten insbesondere Lücken auf den Radfernwegen Berlin-Kopenhagen, Berlin-Usedom, Oder-Neiße-Radweg, Mecklenburgischer Seenradweg, Ostseeküstenradweg und auf dem Radfernweg Hamburg-Rügen geschlossen werden.

Pressemitteilung Nr. 169/11 – 14.06.2011 – WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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